Herzmeditationen
Bhante Sujiva
Die Buddhistischen Herzmeditationen:
Verstehen, Liebe und StilleTushita Verlag 2007, Edition Buddha Direkt
Broschur, 176 Seiten, € 14,80 [D]
ISBN 978-3-86547-002-7
Bhante Sujiva hat einige Werke über Vipassana, Metta und buddhistische Poesie verfasst. Seine Qualitäten zeigen sich voll in diesem jetzt ins Deutsche übersetzten Hauptwerk zu den klassischen buddhistischen Herzmeditationen – der Liebenden Güte, des Mitgefühls, der Mitfreude und des Gleichmuts, das heißt der „Vier Göttlichen Verweilzustände” Brahma-Viharas. Denn ein Mensch, der sie verwirklicht, lebt in diesem Leben gleichsam im Bewusstsein eines Gottes. Ein anderer Name ist die „Unbegrenzten” weil sie nicht vom trennenden Bewusstsein von „Ich” und „mein” begrenzt werden.
Das Werk bietet alle erläuternden Lehren und praktischen Anweisungen, die zur Realisierung dieser Garanten eines wahrhaft erfüllten Lebens notwendig sind. Es gibt andere Bücher, die moderne Interpretationen von Metta bieten. Aber es gibt keine ähnliche, den Quellen treue, zugleich praxisnahe und umfassende Präsentation des heute so zentralen Themas, wie sich das Herz zu einer universellen Liebe erheben kann.
Das Buch beschreibt die ganze Praxis anschaulich von ihren Anfängen bis zu den hoch entwickelten Stadien in tiefer Sammlung. Auch die Hauptrede des Buddha zu Metta wird eingehend erläutert. Die Grundvoraussetzung für die Entfaltung einer allumfassenden Liebe ist „liebende Selbstakzeptanz”, um die es im Buch auch geht.
Bhante Sujiva ist ein im Westen zunehmend populär werdender Meditationslehrer des Theravada-Buddhismus (Südostasien, Sri Lanka), der seine Kurse heute primär in europäischen Ländern gibt. In seinen Vorträgen und Büchern vereint er die Intuition eines asiatischen Meisters, den gewissen Humor, wie er nur aus der Freiheit des Herzgeistes erwächst, und eine ungewöhnlich westliche Denkweise. Er schöpft aus einer profunden Kenntnis des Pali-Kanons, welcher die ältesten Redensammlungen des Buddha enthält.
Bhante Sujiva hat durch seine Praxis als Theravada-Mönch seit drei Jahrzehnten eine innere Reife entwickelt, die seinen Texten und Worten eine besondere Kraft verleiht. Sein Weg begann im chinesischen Chan bzw. Zen. So kommen in seinem Verständnis und Praxisansatz verschiedene buddhistische Einflüsse zum Tragen.
Er ist nicht nur ein Virtuose der frühbuddhistischen Herzmeditationen, die als „Metta” (Liebende Güte) resümiert und mit diesem Werk umfassend präsentiert werden, sondern auch ein Meister der Achtsamkeits- bzw. Einsichtspraxis „Vipassana” (Klares Sehen).
Metta und Vipassana hängen eng zusammen, wie mit diesem Buch auch deutlich wird. Sie sind die beiden bekanntesten Meditationsformen des frühen Buddhismus Theravada.
