TUSHITA

    Als der Tushita Verlag vor 25 Jahren die ersten künstlerischen Photographien von Michael Hellbach, dem Gründer, produzierte, konnte keiner ahnen, welchen Umfang das Projekt einmal annehmen würde.

    Heute, viele Jahre später, ist der Name „Tushita” ein Begriff für eine spezielle verlegerische Qualität, repräsentiert von einem weltweiten Vertrieb mit eigenen Dependancen in den USA, England und in anderen Ländern. Tushita hat unter allen deutschen Kalenderverlagen mit über 68 % den höchsten Exportanteil.

    Das Verlagskonzept – manchmal kopiert, aber niemals so richtig nachvollzogen – sprudelt bloß so von neuen Ideen und Produkten, die übrigens, aus Rücksicht auf die extrem umweltbelastenden Produktionsbedingungen und aus stillem Protest gegen die menschenverachtende Situation in Tibet, noch niemals in China gedruckt wurden.

    Unser Schweizer Vertrieb, der führende Markenartikel des Bürohandels vertritt, kategorisiert die Tushita-Palette als „emotionale Produkte”, und möglicherweise liegt er damit nicht so falsch.

    Bis zu 28 Mitarbeiter sind für die Mutterfirma in Duisburg unmit-telbar tätig. Weltweit sind es in direktem und indirektem Mitarbeiterverhältnis etwa 200 bis 300 Menschen. International sind unsere Messestände auf allen wichtigen Messen vertreten und immer umlagert von Kunden wie Kollegen. Denn bei Tushita gibt es immer viel Neues zu sehen.

    Geprägt wird das ganze Programm wesentlich vom Firmengründer, der sich acht Jahre seines Lebens in Indien und im tibetischen Kulturkreis aufgehalten, dort Buddhismus studiert und sich in verschiedenen kulturellen Aktivitäten engagiert hat. Dabei ist für ihn immer der folgende Grundsatz leitend gewesen: „Kultur findet nicht so sehr in Museen und Opernhäusern statt, sondern sie ist ein Ausdruck der zwischen-menschlichen Achtsamkeit und des Respektes vor unserer eigenen Schöpfung, für die wir mitverantwortlich sind.”

    Auch heute arbeitet der Verlag unterstützend und fördert verschiedene sozial-kulturelle Projekte. Unsere wesentlichen Projekte sind in Deutschland der Pauenhof e. V. und in Nepal die „Nepal Prisoners Association”.

    Das Verlagsspektrum wiederum hat eine Bandbreite, die recht ungewöhnlich erscheint: Von buddhistisch-meditativen Themen, über Trash-Medien bis zu einer recht frechen Körperkultur. Dies hat dazu geführt, dass der Tushita Verlag für den amerikanischen Raum immer getrennte Kataloge herausgeben muss. Es drängt sich das Gefühl auf, dass die geistige Heimat des Verlages die Kultur der Beatniks der sechziger Jahre ist, der Vorläufer der Hippies sowie der Umweltbewegung, welche die große kulturelle Revolution der westlichen Welt des letzten Jahrhunderts eingeleitet haben.

    Natürlich sind mittlerweile auch einige rein kommerzielle Segmente in das Verlagsprogramm eingeflossen, was nicht ausbleiben kann, will man sich dauerhaft international behaupten. Diese allerdings werden in einem getrennten Verlagssegment gehütet und unter dem Label „Artwork Editions” vermarktet.

    Ein wichtiger Bereich ist ebenfalls das Karten- und Postkartenprogramm, so bunt und vielfältig, dass eine Auflistung den hier gegebenen Rahmen überschreiten würde. Dabei spielt die Edition „Tibet Image Bank” eine wichtige Rolle. Das Programm entfaltet sich weiter über die „Blank Books”, diverse Kunstdruck-Editionen und verschiedene andere Produkte.

    Mit seinem neuen Segment der philosophischen Bücher des Buddhismus und seiner Integration durch die westliche Kultur geht der Verlag etwas zurück zu seinen verlegerischen Wurzeln, die in den siebziger und achtziger Jahren im Himalaya begonnen haben.

    Der Name TUSHITA kommt übrigens aus dem Sanskrit. Er ist uns von dem großen tibetischen Meister Lama Yeshe gegeben worden und bedeutet abgewandelt in etwa: „Achtsam und mit Liebe gemacht.”

    Der Tushita Verlag beruht auf einer einzigartigen und erfolgreichen Verquickung von Ideenreichtum, von grundlegender Lebensfreude, die ganz ohne Spaßkultur auskommt, sowie von Offenheit für die kulturellen Impulse, die von einer heute zu einem globalen Dorf zusammengewachsenen Welt ausgehen.